iFii  Europäisches Institut für Intuitive Intelligenz Weltdachverband

Vor ca 15 Jahren gründete Dr. Jeet Liuzzi das IFII mit Zweigstellen weltweit. Nach 5 Jahren Pause wird dies wieder aktiviert.


Durch das IFII würde das Wort Intuition in die Welt und in die Weltpresse als Grundlage der Wissenschaft annerkannt. Dr. Jeet Liuzzi gab Hunderte von Vorträge, Workshop, Ausbildungen weltweit so wie in der Presse documentiert. Das IFII möchte Intuition als Grundlage der Wissenschaft und neue Universitäten gründen. Zusammenarbeit mit: Wolf Bergelt   http://free-university.jimdo.com   ev. mit  Gaia Universität http://www.gaiauniversity.org 


Intuition ist die Kunst, sich selbst zu fragen, denn, egal was in den Büchern steht oder die anderen sagen, wir tragen die Verantwortung für unsere Taten.  


 Dr. Jeet Liuzzi schafft mit seinem Team,

seit 20 Jahren, mit seine Medien/Medium Tätigkeit, in seinen individuellen Beratungen, Ausbildungen und Seminaren einen Rahmen, in denen jeder Mensch lernt, auf sich zu hören, jeder Mensch die Chance hat, seine individuelle, ureigene Wahrnehmung, Talente und angeborenen Kompetenzen zu entdecken und anzuwenden, jeder Mensch den innewohnenden Meister erkennt, entwickelt und herausausbildet, jeder Mensch sich die eigene immense Schönheit, Einmaligkeit, Kraft und individuelle Macht zugesteht, jeder Mensch geholfen und begleitet wird, dies zu entwickeln, darzustellen und es auf dem Markt zu präsentieren.   http://jeet.tv/tv/

 


 ges 4

 


 

Dr. Jeet Liuzzi war bis 1984 Beamter des italienischen Außenministeriums. Er ist Doktor der Soziologie und hat als Lehrer, Politologe, Theaterregisseure, Therapeut in Dynamischer Psychiatrie und Psychodrama gearbeitet. Bisher hat er 900 Seminare in der ganzen Welt geleitet. Er berät Institute, Firmen, Holdungs und Regierungen, außerdem ist er Künstler und verkauft erfolgreich seine Bilder in aller Welt.

Jeet: Meine Beobachtung ist, dass in unserem gesamten kulturellem Umfeld viel mehr auf das Negative geschaut wird als auf das Positive. Als negativ Empfundenes wird viel mehr herausgestellt: „Ich bin krank, ich habe keine Arbeit, ich weiß nicht, ich kann nicht forschen, usw.“ Wir schauen viel weniger auf unsere Kompetenz, auf unser Potential, auf unsere Möglichkeiten. Wir schenken unseren Fähigkeiten zu wenig Aufmerksamkeit, dem, was uns gesund macht, was uns kreativ arbeiten lässt und unserer Kompetenz in der Kunst kreativ zu sein. Wir sehen zu wenig, was wir wirklich gut können. Alle diese Schätze, die uns das Leben geschenkt hat, werden innerhalb der gesellschaftlichen Strukturen überhaupt nicht gesehen, nicht gefördert. Meistens wird den Menschen nur ein Wissen aufgesetzt, das überhaupt nicht zu ihnen passt, was man als regelrechten Missbrauch bezeichnen kann. Für mich geht es darum, dies zu erkennen und es ist sehr wichtig, darauf hinzuweisen.

Wir Menschen sind intelligente Wesen und unsere Bestimmung ist es nicht, immer das gleiche zu machen, an der Matrix festzuhalten, sonder unserer Natur entspricht es, unsere Matrix, die auch unser Instinkt ist, weiterzuentwickeln und neu zu schreiben, weil alles, was für uns selbstverständlich ist, eigentlich schon alt und überholt ist. Das betrifft viele Bereiche des Lebens. Unser Verständnis für Spiritualität, für Arbeit, für Gesundheit sollte täglich neu geschrieben werden. Was uns über unsere Matrix und unsere DNA gegeben ist, dass ist unser Instinkt, unsere Intuition – ist ein Geschenk des Lebens an uns. Es tut uns gut, wenn wir der Matrix entsprechend handeln und nicht gegen sie. Göttlich sind wir, wenn wir ständig, täglich vom Leben lernen und unsere Fähigkeit dazu auch noch ständig verbessern. Dies Lernen geschieht nicht mit Hilfe unseres Intellekts, sondern nur, wenn wir die Talente leben, die unsere Individualität ausmachen. Es ist also wirklich wichtig, dass jeder seine Talente kennen lernt, ihren Code entschlüsselt, sie entwickelt und danach lebt. Die Matrix ist nichts Statisches, sie verändert sich durch unser Handeln, durch das Erkennen von Zusammenhängen. Wir schreiben sie in jedem Moment neu. Unsere Fähigkeit, ständig aus dem Leben zu lernen, unterscheidet uns von der Tier- und Pflanzenwelt und von dem Leben, was sich vielleicht auf anderen Planeten entwickelt hat.

Dies mitzuteilen ist für mich das Wichtigste, weil alle Ausbildungs- und Informationssystem, die ich kenne, die gleiche Struktur haben: Jemand tritt als Lehrer auf und vermittelt Wissen, das der Lernende anwendet soll. Die Menschen werden nicht unterstützt, ihre eigene Individualität zu entwickeln. Das ist praktisch in allen Bereichen so.

Natürlich werden auch innerhalb dieser Strukturen Einzelne ohne Anstoß von außen versuchen, ihre Individualität zu entwickeln, zum Beispiel durch Meditation und Selbsterforschung. Aber für die meisten Menschen stellt es ein Defizit dar, dass die Lehrenden nicht offen sagen: Deine Individualität ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. Wenn du den Mut hast, deine Individualität zu leben, mitten auf dem Marktplatz, mitten im brodelndem Leben, dann kann dein Leben nur ein glückliches sein.

Ich möchte jetzt über die individuelle intuitive Intelligenz in Verbindung mit Heilung und Eigenverantwortung sprechen. Mein Leitsatz dazu ist: Sei ehrlich, schaue genau hin, dann wirst du erkennen, niemand kann dich heilen und du kannst niemanden heilen! Das funktioniert einfach nicht – es sei denn…

Mein Beitrag und meine Arbeit ist es, die Forschung und Ausbildung von individuellen intuitiven Gesundheitsberatern zu fördern. Diese Berater arbeiten nicht nach einem Schema oder einer bestimmten Methode, sondern sie arbeiten – man könnte es so ausdrücken – nach einer „göttlichen“ Methode, das heißt sie haben den Mut, in ihre eigene Weisheit zu gehen und auszusprechen, was sie wahrnehmen, was förderlich ist, um die Individualität des anderen zu fördern. Dazu gehört, dass der Lehrende hundertprozentig neutral ist, dass er nur als Spiegel auftritt, dass er dem anderen Menschen nichts wegnehmen oder geben möchte. Dem Lernendem oder Klienten werde keine Ratschläge gegeben, ihm wird nicht gesagt, dass er etwas ändern oder davon laufen solle, sondern das Einzige, was der Lehrende macht, ist, dass er den Klienten spiegelt und ihm damit hilft, sich selbst und seine Individualität eindringlicher wahrzunehmen.

Jetzt komme ich zu dem Bereich individuelle intuitive Intelligenz in Zusammenhang mit Entscheidungen und Konsequenzen. Dazu ist mein Leitsatz: Sei ehrlich, niemand ist schuld und trägt die Konsequenzen deiner Entscheidungen, denn es funktioniert nicht, es sei denn…

Besonders in unserem nahem Umfeld geben wir den anderen Menschen die Schuld für alles, z.B. das Kind den Eltern oder der Erwachsene der Gesellschaft. Intellektuell sagen wir vielleicht, dass es nicht so ist, aber meistens machen wir doch in den Bereichen, in denen wir nicht lernen wollen, die anderen verantwortlich. Meiner Erfahrung nach ist uns aber bewusst, dass immer, wenn wir Entscheidungen getroffen haben, uns die Konsequenzen auch bewusst waren. In dem Moment, indem ich mich zum Beispiel in eine Auseinandersetzung mit meinem Vater begebe, wusste ich, dass ich die Möglichkeit habe, Mitgefühl für meinem Vater und seine Situation zu entwickeln, dass ich aber anderseits auch über ihn urteilen konnte. Ich wusste, wenn ich über ihn urteile, dann brauche ich nicht von ihm zu lernen, dann brauche ich mich auch nicht durchzusetzen und meine Kompetenzen zu leben. Ich schneide praktisch das Lernen ab, indem ich den anderen be- und verurteile. Obwohl ich mir vielleicht genau diesen Vater ausgesucht habe, damit ich als Kind bestimmt Erfahrungen machen kann, die mir die Möglichkeit bieten, etwas bestimmtes zu lernen und daran zu wachsen, vermeide ich dann die Situation, die genau stimmig wäre für mich, indem ich verurteile. Oberflächlich gesehen stellt sich mein Leben dann vielleicht einfacher dar, aber es ist dann kein richtiges Leben mehr, der eigentliche Lebensfunke fehlt, es ist mehr ein Dahinvegetieren. Ich führe dann nicht das mutige Leben, das meiner Lernfähigkeit entsprechen würde und das ich mir eigentlich gewünscht habe.

Wir treffen also im Leben immer wieder Entscheidungen und aus meiner Sicht machen wir das nicht unbewusst. Entscheide ich mich gegen das Leben, nicht für das, was eigentlich ansteht, dann wird diese Entscheidung zu einer Art von Marker in meinem System, der mir einfach sagt: „Da, in diesem Moment hast du gekniffen!“ Diese Marker des Nicht-Lernen-Wollens hinterlassen Spuren, sie schreiben sich in die DNA, in dein ganzes System, sodass du früher oder später wieder auf sie stößt und du dich in einer Situation wieder findest, in der du nochmals mit diesem Thema konfrontiert wirst, sodass du dir dieses Phänomen wieder anschauen, ihm Energie geben, es zu heilen und du dich weiterentwickelst kannst.

Nun zu dem Thema individuelle intuitive Intelligenz in Zusammenhang mit Lehren, Lernen und Eigenverantwortung. Dafür lautet mein Leitsatz: Sei ehrlich, du kannst niemanden etwas lehren und du kannst von niemanden etwas lernen, denn es funktioniert nicht, es sei denn…

Wir haben in unserer Forschung entdeckt, dass in der konventionellen Wissenschaft jeder, der lehrt, egal um welche Wissenschaft es sich handelt, nicht von den Menschen aus geht, die von ihm lernen wollen, sondern dass die Lehrenden nur Wissen weitergeben. Die Lernenden schreiben die Lehrsätze einfach nur ab, ohne sich das Wissen wirklich zu eigenen zu machen. Diese Art von Lernen spricht die Intelligenz des Lernenden nicht an und steigert sie damit auch nicht. Einzig das Gedächtnis wird vielleicht etwas gefordert. Es ist wichtig, des der Lehrende erst einmal die Schüler oder Studenten persönlich kennen lernt, ihre Fähigkeiten, ihre Kompetenzen, also wahrnimmt, was sie können, und dass dann der Lehrende, z.B. ein Professor, seine Fähigkeit zu lehren mit der den Schülern angeborenen Kompetenz zu lernen verknüpft, um dann sein Wissen weiterzugeben, sodass die Lernenden darauf aufbauen können, um selber ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Unserer Forschung nach geschieht wirkliches Lehren und Lernen nur, wenn der Lehrende versucht, sich mit den Lernenden zu verbinden und sich dadurch erst die Ermächtigung schafft zu lehren. In der Praxis sieht das so aus, dass ich als Professor erst herausfinde, wo die Studenten stehen, wie ihre Fähigkeiten und Interessen sind, und dann sind die Studenten eingeladen, nach ihren Fähigkeiten und Interessen direkt an der Forschung in der Universität teilzunehmen. Das heißt, schon bald entwickelt jeder Student und jede Studentin etwas Neues in der Forschung – und nicht nur die „großen“ anerkannten Wissenschaftler. Dadurch werden die Strukturen in Lehre und Forschung neu geordnet.

Das gilt auch für technisches Wissen. Auch für die Vermittlung von technischem Wissen gilt mein pädagogischer Grundsatz: Ich bin bereit anzuerkennen, dass mein Gegenüber, der Lernende, bereits ein Genie ist! Das heißt, ich nutze meine intuitive Intelligenz, um dem Studenten seine Größe und seine angeborene Kompetenz zu zeigen. Mein Wissen, was ich in der Lehre weitergebe, soll sich mit der Individualität, mit den Fähigkeiten, mit dem Potential des Lernenden verknüpfen. Wenn das nicht passiert, wenn keine Verknüpfung – auf einer tieferen Ebene betrachtet, könnten man sagen: wenn keine Einheit – zwischen den beiden Individuen, dem Lehrenden und Lernenden besteht, dann ist das erworbene Wissen nur aufgesetzt, schwimmt in einem leeren Raum, ist nicht verankert in dem Lernendem. Wenn ich eine Kompetenz in dem Schüler erkannt und ihm die dazu entsprechende Technik vermittelt habe, dann sage ich zu dem Lernenden: Jetzt hilf du der Wissenschaft in Bezug auf diese Sache einen Fortschritt zu machen, etwas Neues zu entwickeln! Ich gebe dem Lernenden die Möglichkeit, seine angeborene Kompetenz auszuschöpfen, zu leben und an der Lehre teil zu haben. Alle Studenten haben bei mir jederzeit die Möglichkeit durch das Erkennen ihrer individuellen Kompetenz mit zu forschen. Ich bin gleichzeitig Lehrer und Mitlernender. Als Lehrer ist es mein Job, aus den Schülern das neue Wissen, das Wissen einer neuen Zeit herauszuholen. Wenn das nicht passiert, dann kann man nicht von wirklichem Lehren und Lernen sprechen und dann stimmt für mich etwas nicht in diesem Prozess.

Jetzt zu Thema individuelle intuitive Intelligenz, Arbeit und Eigenverantwortung. Mein Leitsatz ist: Sei ehrlich, niemand kann dir Arbeit beschaffen, du kannst niemanden Arbeit beschaffen, denn es funktioniert nicht, es sei denn…

Ich sehe, dass in allen wirtschaftlichen Strukturen die kreativen Menschen eingeschränkt werden oder sich sogar selbst einschränken. Wenn ein Mensch einen Arbeitsvertrag unterschreibt, beginnt meistens schon die Versklavung. Der Arbeitgeber erwartet von dem Arbeitnehmer, dass er zwar „sein Bestes“ tut, aber nur innerhalb der vorgegebenen Strukturen und Arbeitsabläufen. Der Arbeitende darf nicht wirklich kreativ werden, seinen Drang nach eigenem Schaffen und Erneuerung, seiner Individualität entsprechend, sind ganz enge Grenzen gesetzt. Es ist aber leicht vorher zu sehen, dass die Tendenz in Zukunft immer weiter dahin gehen wird, dass die Menschen die Eigenverantwortung für ihre Arbeit übernehmen wollen und werden. Der technische Fortschritt macht es möglich, dass selbst in großen Betrieben einzelne Arbeitsgänge und Arbeitsbereiche ausgelagert werden können, also das Outsourcing nimmt zu. Dadurch bekommt der Einzelne die Chance, die Verantwortung für das, was er macht, zu übernehmen. In dieser Situation braucht die Geschäftsleitung keinen Druck auf den Angestellten auszuüben, weil derjenige in seinem Bereich selber überschauen kann, ob das, was er tut, funktioniert oder nicht. Es wird offensichtlich, ob das, was der Einzelne macht, dem gesamten Unternehmen, seiner „Seele“, förderlich ist oder nicht. Wenn das Wirken des Einzelnen für das Unternehmen kreativ ist, so wird dieser gut bezahlt, ist es das nicht, dann versucht die Unternehmensleitung, jemand anderen zu finden, der motivierter ist oder zu dem die betreffende Aufgabe besser passt.

Wenn ich Unternehmen berate, versuche ich immer mit den Direktoren zu sprechen und sie auf diese neue Ausrichtung hinzuweisen, die darin besteht, dass die Menschen nicht für das bezahlt werden, was sie tun, sondern für ihre innovativen Ideen, die nicht unbedingt aus ihrem Kopf, von ihrem Wissen her kommen, sondern aus ihrem Herzen und darum reell sind und verwirklicht werden können. Weil sie ihren Ursprung in der Offenheit und Hingabe des Arbeitenden haben, der dem Betrieb dienen will, so wie es in seiner Kraft liegt. Es kann im Betrieb ein Beauftragter bestimmt werden, dessen Aufgabe es ist, solche kreativen Vorschläge zu sammeln und jede Woche darüber zu berichten. Meistens spüren die Menschen genau, ob ein Verbesserungsvorschlag reell, durchführbar, eine wirkliche Innovation ist oder nicht. Die Leute haben ein Gespür dafür, ob eine neue Idee verständlich und einleuchtend ist, ob sie eine wichtige Umwälzung, eine Revolution einleiten kann oder nicht. Die innere Einstellung, dass ich mit meinen Kompetenzen, mit meiner Intelligenz und mit meinen Talenten der Seele der Gemeinschaft der Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten, dienen will und dafür bezahlt und anerkannt werde, ist für mich eine neue Möglichkeit der Wertschätzung des Man-agers, des Managers, das heißt der Menschen, die Reichtum schaffen. Meistens ist es heute so, dass die kreativen Leute, die etwas Neues propagieren, die „Buhmänner“ sind, die angegriffen, runter gemacht oder sogar bestraft werden. Und die Angestellten und Arbeiter, die nicht die Verantwortung übernehmen, die stur nach den eingefahrenen Vorstellungen arbeiten, werden in Ruhe gelassen. Ich sehe für die Zukunft, dass in der Arbeitswelt niemand mehr erfolgreich sein wird, der stur nach einem eingefahrenem Schema arbeitet, sondern jedem Individuum wird geholfen, die eigenen Talente und Kompetenzen zu erkennen, zu leben und es zu riskieren, diese Talente und Kompetenzen auf den Markt zu bringen. Wenn der Impuls dafür aber nur aus dem Kopf kommt, dann wird es nicht funktionieren. Wenn es aber aus der Intuition des Einzelnen kommt, dann wird das zu Erneuerungen in allen Bereichen führen, in der Technik und in der Wissenschaft.

Ein Schritt in diese Richtung war es, den Menschen in Form einer so genannter „Ich-AG“ die Möglichkeit zu geben, sich selbstständig zu machen. Das hat vielfach noch nicht funktioniert, weil diejenigen, die dazu bereit waren, noch nicht genug unterstützt wurden, ihre Intelligenz und Kreativität zu leben. Die Menschen müssen immer noch so viel schlucken, was ihnen vorgesetzt wird. Es wird keine Energie und keine Geld in eine Forschung gesteckt, die es zum Ziel hätte, Methoden und Wege zu finden, um die angeborenen Talente und Kompetenzen der Menschen zu fördern.

Jetzt möchte ich zum Thema Spiritualität und Geldverdienen Stellung nehmen. Spirituelle Menschen entwickeln oft ein Gefühl, dass für sie gesorgt wird. Dieses Gefühl kann leicht zu einem Missverständnis führen. Ich sehe bei meinen Freunden oft, dass sie ihre Spiritualität nicht mit dem Marktplatz bringen wollen. Dabei kann der Marktplatz als Prüffeld dienen, als Beweis für unsere Spiritualität. Es kommt z.B. vor, dass Leute von sich behaupten, großzügig und offen zu sein, sie sich aber eine untergeordnete Arbeit suchen, die gar nicht ihren Fähigkeiten und ihrem Potential entspricht. Natürlich sind die Leute dann unzufrieden, beschweren sich über ihre Arbeit und die Menschen, denen sie dort begegnen und über die geringe Entlohnung. Wenn wir draußen auf dem Marktplatz arbeiten, können wir die Liebe zeigen, die in uns ist, wir können unsere Attraktivität zeigen und dass wir bereit sind zu geben, was wir wirklich haben, unsere Spiritualität, egal welche Arbeit wir auch machen. Wenn meine Ausstrahlung authentisch ist, dann werden die Menschen gerne Kontakt mit mir haben und werden sich freuen, mit mir zu tun zu haben. Man kann sich in jede Arbeit authentisch einbringen. Wenn z.B. der Kunde in einem Bekleidungsgeschäft bemerkt, dass der Verkäufer oder die Verkäuferin in ihrer Arbeit wirklich da ist, dass er oder sie sich mit dem Kunden verbindet und darum intuitiv sieht, was dem Kunden gefällt und was er braucht, welche Farben, Schnitte und Stoffe zu ihm passen, dann wird der Kunde gerne dort kaufen und das Geschäft zufrieden und dankbar mit seinen Einkäufen verlassen.

Geldverdienen und Spiritualität bedeutet für mich, dass ich meine Talente lebe, indem ich erkenne, was mein Gegenüber braucht und weiß. Der andere gibt mir etwas und ich gebe dem Menschen auch etwas. Oft wird das nicht gesehen. Ich kenne viele Leute, die sagen, mit all den Leuten in meinem Betrieb kann ich nichts anfangen, weil ich der einzige bin, der spirituell ist. Wenn ich so etwas höre, dann sage ich: Ich glaube, es ist genau umgekehrt, die Menschen sind spirituell und du nicht! Die Menschen sind so, wie sie sind, sie machen, was sie können und sie haben ihre eigene Schönheit und Liebe. Es liegt an dir, etwas Leichtigkeit und Humor und mehr Kompetenz und Können in deinen Betrieb zu bringen.

Wenn jemand authentisch ist und wirklich das annimmt, wofür er sein Geld verdient, dann wird er nicht anfangen zu urteilen und die Menschen um sich herum als schlecht und nicht spirituell betrachten, sondern er wird einen weiteren Blickwinkel haben und erkennen, dass alle Menschen schön sind. Wenn ich meine Augen öffne, dann ist hinter der kleinen Störung, die mir vielleicht bei oberflächlicher Betrachtung als erstes ins Auge fällt, ein wunderschöner Mensch. Durch meine Einstellung kann sich also auch in meinem Umfeld etwas bewegen.

Unserer Forschung nach geschehen in diesem Bereich die Veränderungen oft durch eine Änderung der Wertschätzung. Wenn ich in eine Stadt das erste Mal komme, dann sehe ich die Lebendigkeit der Menschen, ihre Lebenskraft, ihre Entschiedenheit, die Schönheit, die Kompetenz – und die Entscheidung liegt immer bei mir: Das, was ich sehe, das bin ich! Wenn ich neu in ein Haus einziehe, dann kann ich in meiner Nachbarin die nervige alte Frau sehen oder ich sehe die Schönheit der Menschen mit ihrer Geschichte, die sie hinter sich haben. Wenn ich in der Schule bin, dann sehe ich einfach die Schönheit der Kinder und das, was sie wirklich sind. Ich sehe einfach hinter die Fassade. Und wenn ich hinter die Fassaden sehe, dann erkenne ich den authentischen Wert der Menschen. Wenn ich das so mache, egal wo ich hingehe, dann freuen sich die Menschen auf mich, ob es jetzt die Kellner im Restaurante sind oder die Kollegen bei der Arbeit. Wenn ich die Welt mit anderen Augen sehe, wenn ich den Wert der Menschen sehe, dann bin ich mir auch selber mehr wert und verdiene mehr. Ich übernehme Verantwortung indem ich den Wert in den Menschen sehe und meine Aufmerksamkeit nicht auf die einzelnen positiven oder negativen Aspekte eines Menschen lenke. Ein kleiner Ärger ist nur die Fassade, das ist nicht das, was den Menschen ausmacht. Schaue ich etwas tiefer, in die Geschichte des Menschen, in sein Leid, aber auch in seine Möglichkeiten, dann sehe ich Kraft, Schönheit, seine Einmaligkeit. Bleibe ich mit meinem Blick an der Peripherie und sehe ich nur den oberflächlichen Ärger, dann bin ich mitverantwortlich dafür, dass es ein Ärger ist. Sehe ich aber die Schönheit des Menschen, dann strahlt diese auf mich ab und ich nehme etwas von dieser Schönheit an.

Geldverdienen hat also damit zu tun, wie ich die Welt sehe, worauf ich meinen Fokus lenke, was ich sehen möchte. Öffne ich meine Augen, dann sehe ich in den Menschen ihre Kompetenz und ihr Potential. Ich sehe ihre kreativen Fähigkeiten, z.B. Kunst zu schaffen, ihre pädagogischen Fähigkeiten, ich sehe ihre äußere Schönheit, die sie durch ihre Kleidung unterstützen können, und ich arbeite in diesen Bereich, damit die Schönheit, die meine Augen sehen, weitergegeben wird.

Frage: Wie bist du zu diesen Ansichten gekommen, durch eigene Forschung, Einsicht oder durch Weisheit?

Jeet: Vielen Leute verbreiten Theorien, die aus abstrakten Studien entstanden sind. Alles, was ich sage und tue, ist entstanden in meinen Seminaren, die eigentlich gar keine Seminare sind, weil es in meinen Veranstaltungen nicht die Rollenaufteilung gibt, dass ich der Lehrende bin und die Teilnehmer die Lernenden. Direkt zu Beginn der Seminare weise ich die Menschen auf ihre eigene Größe, auf ihre Kompetenz hin. Und dann lerne ich direkt von Anfang an von den Menschen, genauso wie sie von mir lernen. Das Wissen, das ich vertrete, stammt von Tausenden von Menschen, die es mit mir zusammen in meinen Veranstaltungen erarbeitet haben. Wenn z.B. ein Mensch eine starke Kompetenz im künstlerischen Bereich hat, dann unterstützten wir dies in einem Seminar alle, das heißt die anderen Teilnehmer und ich, wir unterstützen diesen Menschen darin, seine Kompetenz auszudrücken, zu leben, in die Tat umzusetzen, weiterzuentwickeln und zu vertiefen. Dadurch profitieren dann alle Teilnehmer von der Kompetenz dieses einen Menschen.

Alles, was ich jetzt sage, ist in meinen Seminaren entstanden, alles habe ich von den Menschen gelernt, die meine bisherigen 900 Seminare und Forschungsgruppen besucht haben. Meine Aufgabe ist es, die Menschen zusammenzubringen, herumzureisen, die Kontakte zu knüpfen. Mein Verdienst ist es, lernwillig zu sein, willig zu sein, meine eigene Kompetenz zu lernen. Da ich nichts zu lehren habe, kann ich von jedem Menschen lernen, den ich treffe. Ich gebe den Schätzen der anderen Menschen den nötigen Raum, sodass die Menschen nicht über ihre Kompetenzen sprechen brauchen, sondern sie können sie direkt von innen heraus leben, sie können sie sofort umsetzen, indem sie ihre Fähigkeiten mit den anderen Teilnehmern des Seminars teilen. So können die Teilnehmer direkt ihre Größe und ihr Können unter Beweis stellen. Wenn ich sehe, wie einfach dies dann passiert, macht das mich natürlich glücklich.

Es ist auch etwas paradox, weil in dem Moment, wenn ich ein Seminar beginne, z.B. die Ausbildung zum Gesundheitsberater, ich ohne irgendeine Vorplanung in den Seminarraum komme. Ich habe eine bestimmte Einstellung, aber ich weiß im Voraus nicht, was passieren wird, ich bin wie eine Tabula rasa. Die Inhalte der Ausbildung entwickeln sich aus den Teilnehmern während des Seminars. Das ist vielleicht ungewohnt, normalerweise wird erwartet, dass sich der Referent vorbereitet hat. Aber meine „Vorbreitung“, nämlich das Ergebnis aller vorherigen Seminare, bringt tausend Mal mehr Erfolg, als hätte ich mich nur selber alleine vorbereitet. Selbst wenn ich mich hinsetze und forsche, so kann ich nur 0,0001 % dessen herausbringen, als wie das, was entsteht, wenn ich alle ergänzend an der Forschung teilnehmen lasse. Das funktioniert sehr gut. Oft werden Themen, die ich Monate zuvor mit den Menschen in meinen Seminaren erarbeitet habe, in der Öffentlichkeit aufgegriffen, finden Einzug in die öffentliche Diskussion, finden sich plötzlich in der Weltpresse wieder. Es kommt oft vor, dass wir ein Thema bearbeiten und ein oder zwei Wochen später wird genau dieses Thema im Fernsehen oder in den wöchentlichen Nachrichten-Magazinen behandelt. Das macht mich stolz für alle Freunde und Seminarteilnehmer, von denen ich soviel lernen durfte. Alles, was ich weitergebe, ist schon bewiesen, denn es ist schon ausprobiert, es ist aus der Realität, aus konkretem Handeln entstanden. Deshalb brauche ich gar nicht über Beweise zu reden.

Frage: Viele Menschen sprechen über Erleuchtung, was verstehst du darunter?

Jeet: Unter Erleuchtung verstehe ich nichts, nur meine Intuition zeigt mir, was Erleuchtung ist. Ich kann dann ein wenig ein Verständnis für Erleuchtung entwickeln, wenn ich die Erde anschaue und alles, was mir auf dieser Erde gut tut und es erlaubt hat, dass wir Menschen so zusammenleben können, alles, was es möglich gemacht hat, dass sich die Medizin, die Philosophie entwickelt, so wie es in unserer Kultur z.B. ein Orakel von Delphi geben konnte. Das waren erleuchtete Menschen, die es möglich gemacht haben, dass sich alles, was uns in Europa schön und reich macht, so entwickeln konnte, wovon wir heute noch profitieren. Das bedeutet, ich spüre die Auswirkungen der Erleuchtung, z.B. auch in allem, was Osho mir geschenkt hat oder auch in dem guten Willen der Menschen, die vom Christentum beeinflusst worden sind oder den guten Auswirkungen, die Buddhismus und Zen haben. Ich kann die Auswirkungen der großen Religionsgründer sehen, z.B. in Japan, wo sie sich auch in wirtschaftlichen Erfolgen zeigen. Erleuchtete sind für mich die Menschen, die die Geschichte der Menschheit positiv geprägt haben. Ohne sie würde es die Menschheit wahrscheinlich nicht mehr geben. Meinem Gefühl nach profitiere ich von dem, was die Erleuchteten uns gegeben haben. Ich bin dankbar für den Mut dieser Menschen und dafür, dass ich deren Reichtum leben darf.

Frage: Identifizierst du dich mit dem, was du tust, denkst, fühlst?

Jeet: Ich lebe einfach alles, was ich sage. Ich identifiziere mich nicht nur damit, sondern ich nehme die Hilfe alle Freunde an, mit denen ich kommuniziere und zusammenarbeite. Ich möchte ein Beispiel nennen aus dem Bereich Gesundheit und Ahnenforschung. Vor ein paar Tagen spürte ich plötzlich einen starken Schmerz im Rücken. Das hat mit einem Thema zu tun, das für viele jetzt aktuell ist. Ich habe mich dann mit Freunden in Verbindung gesetzt, die sich intensiver als ich mit der Ahnenarbeit beschäftigt haben. Von diesen Freunden habe ich die Information bekommen, dass diesem Schmerz eine alte Geschichte zu Grunde liegt. Ich habe meinen Vater verurteilt, weil er eine Geliebte hatte, anstatt ihn anzunehmen und ihn sein Leben leben zu lassen, wie es für ihn richtig war. Diese alte Geschichte beeinflusst mich heute noch im Umgang mit anderen Menschen. Ich muss mit allem, was ich tue, mitwachsen und scheue mich auch nicht, auf die Hilfe all dieser fantastischen Menschen zurückzugreifen, die ich wiederum ermutige, ihre Schätze ans Tageslicht zu holen. Dadurch lebe ich natürlich auch meine Größe. Wenn ich nur alleine forschen würde, könnte ich bei weitem nicht das leisten im Sinne der Kommunikation, der Gemeinschaft, des Ausgleiches, was ich jetzt leisten kann in Verbindung mit all meinen Freunden. Das hat natürlich etwas mit Erleuchtung zu tun. Ich höre auf mich selber und lebe meine Aufgabe, nämlich die ergänzenden Kompetenzen zu entwickeln, d.h. zu helfen, dass sich überall Teams, Arbeitskreise, Gemeinschaften, Räte der Weisen bilden. Das kann ich sehr gut, dann das mache ich in meinen Seminaren. Dort bilde ich eine Familie, einen Kreis, der funktioniert. In dem Moment, in dem ich auf meine innere Stimme höre, meine Aufgabe erfülle, ist das für mich auch der Weg zur Erfüllung. Und als Konsequenz aus der Erfüllung wird es irgendwann soweit so, einfach wenn die Zeit reif ist, dass Erleuchtung passiert. An sich ist Erleuchtung für mich nur ein Wort. Ich folge dem, was das Leben für mich vorgesehen hat, mische mich nicht ein und gebe mein Bestes.

Religion und Wissenschaft sind keine Gegensätze für mich. Durch das Leben meiner Kompetenz, Gemeinschaften oder Räte der Weisen aufzubauen, entwickle ich die Wissenschaft der Kommunikation, der Gesundheit, der Kunst und mache mich damit auf den Weg meiner menschlichen Entwicklung. Das bedeutet, ich bin total in diese Prozesse eingebunden. Wäre ich das nicht, hätte ich nicht getan, was ich bis jetzt getan habe, dann wäre ich viel ärmer in allen Bereichen. Alles, was ich tue, tue ich für meine menschliche oder spirituelle Entwicklung, wie man das auch nennen mag. Ich diesem Sinne bin ich absolut verknüpft mit allen – und ich danke dir für deine schönen Fragen.

Ich biete allen Menschen in Europa an, einen neuen Eid des Sokrates zu unterschreiben, das Manifest des Kreativen. Wenn viele diesen Eid unterschreiben, könnte das die Grundlage für eine wirkliche Gesundheitsreform sein. Der Wortlauf dieses Manifestes ist: „Ich bekenne, nie einen Menschen geheilt zu haben und werde auch nie diese Absicht verfolgen. Nach meinem Wissenstand ist es nicht möglich, einen Menschen zu heilen, sondern nur seinen Körper zu manipulieren oder zu pflegen, nachdem er sich selbst geheilt hat. Heilen kann man sich nur selbst, und zwar wenn die tieferen Ursachen der Krankheit verstanden und die Herausforderung, die sich dahinter verbergen, angenommen werden.

Auch Heilen im Sinne der Allgemein Medizin ist Manipulation. Nur wenn das medizinische Wissen bewusst und unterstützend eingesetzt wird, ist es heilsam. Pflege, ohne die Ursachen für die Krankheit zu erforschen, ist für eine gewisse Zeit in Ordnung, auf die Dauer ist es aber unprofessionell. Mir ist es klar, dass Krankheiten und Symptome seelische Ursachen haben, die auch über mehrere Generationen vererbt werden können. Hier spielt es eine sehr große Rolle, die nicht gelebten Kompetenzen meiner Ahnen anzunehmen und zu leben, und somit mein wahres Erbe anzutreten. Mir ist es nur möglich, anderen Menschen einen Weg zu zeigen, bei dem diese ihre Möglichkeiten erkennen und ihre Selbstheilungskräfte aktivieren. Erst dann ist es erlaubt, unterstützend einzugreifen und auf Wunsch zu manipulieren. So war es immer, so wird es immer sein.“

(Fragen und sprachliche Ausgestaltung des Textes: Devasetu W. Umlauf)

                                               ------------------------------------

Meine Themen sind individuelle intuitive Intelligenz in Verbindung mit Heilung und Eigenverantwortung, in Verbindung mit Entscheidungen und Konsequenzen, mit Lernen und Eigenverantwortung und individuelle intuitive Intelligenz in Verbindung mit Arbeiten und Eigenverantwortung.

 

 

 

Youtube abbonieren

Schenke ein persönliches Bild

Schenke ein persönliches Bild
Schenke ein persönliches Bild

Follow Jes

Follow Us